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Musik im mittelalterlichen Dresden – Vom Werden einer Musikstadt

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Herrmann, Matthias, ed

Sächsische Studien zur älteren Musickgeschichte

Innerhalb der Musikliteratur zu Dresden fehlte bisher ein Buch zum

Mittelalter. Der vorliegende Band wendet sich an eine Leserschaft, die an

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Details für „Musik im mittelalterlichen Dresden – Vom Werden einer Musikstadt“

Herrmann, Matthias, ed

Sächsische Studien zur älteren Musickgeschichte

Innerhalb der Musikliteratur zu Dresden fehlte bisher ein Buch zum

Mittelalter. Der vorliegende Band wendet sich an eine Leserschaft, die an

musikalischen, künstlerischen wie historischen Phänomenen interessiert ist.

Entstanden sind die reich bebilderten Beiträge im Jahre 2006 anlässlich

zweier Jubiläen: Die Hochschule für Musik ‚Carl Maria von Weber‘ beging

zeitgleich mit der 800-Jahrfeier zur Ersterwähnung Dresdens ihr 150jähriges

Bestehen. Im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele richtete sie am 29. und 30.

Mai 2006 die sehr gut besuchte Tagung ‚Musik im mittelalterlichen Dresden.

Vom Werden einer Musikstadt‘ aus. Dass das älteste musikalische Institut der

Stadt, der Dresdner Kreuzchor unter Roderich Kreile, zur Eröffnung, war ein

gutes Omen. Der vorliegende Band fasst Texte namhafter Vertreter aus Musik-

und Kunstwissenschaft, Germanistik und Geschichte zusammen. Die

interdisziplinäre Herangehensweise ist unserem Gegenstand angemessen:

Fragenkomplexe zur Stadtentstehung, zur Bau- wie Kunstgeschichte der Räume

des Singens und Musizierens, zum Minnesang am Markgrafenhof sowie zur

höfischen Musikpflege unter den Wettinern zwischen Heinrich dem Erlauchten

und Moritz von Sachsen. Die Frühgeschichte des Kreuzchores wie die Auswirkung

der Liturgie des Meißner Domes nehmen einen breiten Raum ein. Geistliche

Spiele im spätmittelalterlichen Dresden ohne singende Kreuzschüler undenkbar

offenbaren die Vielfalt des Musizierens. Inwieweit auswärtige Spielleute

etwa zum jährlichen Johannesfest auftraten, lässt sich momentan noch nicht

beantworten, wohl aber, dass im Mittelalter einheimische Musiker regelmäßig

außerhalb Sachsens ‚gastierten‘. Ein solch reger Austausch hat vor Dresden

nicht Halt gemacht. Deshalb ist es angebracht, Musizierdarstellungen aus

anderen Gegenden zur Illustration unseres Bandes zu verwenden. Nach früheren

Einzelstudien zur Geschichte des Kreuzchores wie zur höfischen Musikpflege

bis 1500 durch Prof. Dr. Wolfram Steude wie den Herausgeber wird hier ein

erster Schritt zur systematischen Untersuchung der mittelalterlichen

Musikpflege in Dresden getan, der seine Fortsetzung finden wird: Die

gemeinsam mit Prof. Ludger Rémy herausgegebene Buchreihe ‚Sächsische Studien

zur älteren Musikgeschichte‘ widmet sich schrittweise einzelnen Aspekten

dieser reichen Kultur- und Musiklandschaft.

Besetzung: Musikbücher, Musikgeschichte
Erscheinungsjahr: 2008
Schwierigkeit: 0
Seitenanzahl: 144

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