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Dass Ludwig van Beethoven keine Fugen schrieb, die mit Johann Sebastian Bachs
paradigmatischen Werken konkurrieren können, ist hinlänglich bekannt. Doch
suchte Beethoven auch nicht die historistische Herausforderung, sondern
vielmehr die Nutzung einer traditionsreichen Satztechnik für seine Zwecke.
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Details für „…dass die Fuge keine Fuge mehr ist Beethovens poetischer Kontrapunkt“
Dass Ludwig van Beethoven keine Fugen schrieb, die mit Johann Sebastian Bachs
paradigmatischen Werken konkurrieren können, ist hinlänglich bekannt. Doch
suchte Beethoven auch nicht die historistische Herausforderung, sondern
vielmehr die Nutzung einer traditionsreichen Satztechnik für seine Zwecke.
Die Offenheit der Form in Verbindung mit dem Ansatz, Kompositionen aus dem
Material weniger Töne zu entwickeln, ließ Beethoven zumal im Spätwerk nach
Möglichkeiten suchen, die althergebrachte Kunstform der Fuge mit einer
‚poetischen Idee‘ zu revitalisieren. In den letzten Fugen gelang es ihm, nur
aus dem Diskurs des Materials Kompositionen zu generieren, die mit rein
musikalischen Mitteln zu einer Ideenmusik sui generis wurden.
Kurze Analysen dieser kontrapunktischen Sätze bilden die
Voraussetzung, Beethovens Spätwerk neu zu deuten: Der ästhetische Gehalt ist
eine genaue Funktion der Satztechnik und seine ‚Philosophie der Musik‘
ein Programm, das erst durch die Mittel der Fuge kompositorisch
realisiert werden konnte.
| Besetzung: | Musikbücher, Musikwissenschaft |
| Schwierigkeit: | 0 |
| Erscheinungsjahr: | 2019 |






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